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Florian Wellbrock hatte zu Saisonbeginn ein Ziel: Er wollte sich für die Schwimm-EM in London qualifizieren. Nun suchen derzeit die Besten Europas ihre Meister in der britischen Hauptstadt – und der gebürtige Bremer sitzt in Magdeburg und sagt: „Nicht so schlimm, dass es nicht geklappt hat.“ Denn der 18-Jährige, der seine Heimatstadt vor zwei Jahren verließ, um in Magdeburg den Sprung nach ganz oben zu schaffen, hat Anfang Mai die erste Qualifikationshürde für die Olympischen Spiele im Sommer genommen. Und so lässt er London locker links liegen, um direkt gen Rio de Janeiro durchzustarten. Schon im März hatte sich angedeutet, dass es wohl nichts werden würde mit seiner ersten EM bei den Großen. Schließlich hatte er da beim Schwimmfest in Magdeburg über 1500 Meter Freistil seine vier Monate junge Bestzeit bereits um über acht Sekunden auf 15:08,05 Minuten runtergeschraubt. Und natürlich, gesteht er, spukte seither der Gedanke an das größtes Sportspektakel des Planeten immer wieder in seinem Kopf herum. „Wir hatten zwar die EM im Fokus, aber Olympia ist doch bei jedem Sportler auf einem gewissen Niveau immer im Hinterkopf. Es ist klar, dass man da im olympischen Jahr immer mal dran denkt.“ Ein Höhentrainingslager in der spanischen Sierra Nevada und ein Rennen über 1500 Meter Freistil bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin später war klar: Wellbrocks Traum vom Sporthöhepunkt unter den fünf Ringen kann schon in diesem Sommer Wirklichkeit werden. In einem beeindruckenden DM-Finale knackte er nicht nur die erste von zwei Normen für die Spiele in Rio de Janeiro, er blieb mit 14:55,49 Minuten auch erstmals unter der magischen 15-Minuten-Marke. Eine Leistung, die in Deutschland bisher nur zwei anderen Schwimmern gelungen war – lange, bevor Florian Wellbrock überhaupt geboren war. Bei der WM 1991 durchbrach Jörg Hoffmann als erster deutscher Schwimmer die Schallmauer, als er in 14:50,36 Minuten zu Gold kraulte. Im selben Rennen belegte Stefan Pfeiffer nach 14:59,34 Minuten Platz drei. „Das war schon der Hammer“, sagt Wellbrock auch jetzt noch über seine erneute Bestleistung. Bei Florian Wellbrock ist es so eine Sache mit den Saisonzielen. Bereits vor einem Jahr hatte er die Europa-Spiele in Baku vor Augen, zu denen der Deutsche Schwimm-Verband seinen Nachwuchs schicken wollte. Wellbrock qualifizierte sich dann aber direkt für seine ersten Weltmeisterschaften, allerdings im Freiwasser. Auf einmal war der damals 17-Jährige Teil der deutschen Schwimm-Nationalmannschaft. Im russischen Kasan kraulte er so mutig voran, dass er nach fünf Kilometern als Fünfter anschlug. Dabei war er an der Boje noch so vehement überschwommen worden, dass er erst etliche Plätze weiter hinten wieder auftauchte. „Wie er sich dann zurück in die Spitze gekämpft hat, als sei das gar nichts, das war unfassbar“, schwärmte damals sein Magdeburger Coach Bernd Berkhahn, zu dem Wellbrock ein Jahr zuvor gewechselt war. „Ich kann es noch gar nicht fassen, ich wollte doch einfach nur Spaß haben, die Location genießen und alles geben“, sagte der WM-Neuling in Baku zu seinem Coup. Und nun also, möglicherweise, Olympia im Becken, wo er in wohltemperiertem, keimfreiem Wasser und von Wellenbrechern sauber voneinander getrennten Bahnen einzig gegen die Uhr schwimmen kann. Dabei sei der Spaßfaktor, wie Wellbrock es nennt, für ihn bei beiden Disziplinen gleich groß. Auch das Hauen und Stechen, auf das man sich im Freiwasser einlassen muss, mache ihm nichts aus. Nur bei den Temperaturen, da sei er ein bisschen empfindlich. „Wenn es unter 20 Grad ist, fällt es mir schon echt schwer, gute Leistungen abzuliefern.“ Und weil eben die fünf Kilometer nicht im olympischen Programm stehen, ihm für die zehn Kilometer nach eigener Aussage aber die nötigen Trainingskilometer aus der Jugend fehlen und Trainer und Wegbegleiter sein Potenzial ohnehin im Becken sehen, werde er sich also zunächst auf die kurzen 1500 Meter konzentrieren. Im August will er daher nicht an der Copacabana Wellen schlagen, sondern seine Chance im Westen von Brasiliens Millionenmetropole suchen. Den nächsten, den finalen Schritt Richtung Rio de Janeiro will er Anfang Juni auf der zweiten Station der Mare Nostrum Tour im französischen Canet-en-Roussillon nehmen. Dort muss er noch ein letztes Mal eine etwas abgeschwächte Normzeit unterbieten. Eine Hürde, die er mit durchaus gemischten Gefühlen sieht: „Einerseits sollten die 15:15 kein Problem sein, aber ein bisschen Sorgen macht man sich natürlich schon, man kann ja immer mal krank werden oder so.“ Doch diese Gedanken will Florian Wellbrock gar nicht erst zulassen. Und da er sein ursprüngliches Saisonziel, die EM, ohnehin schon verfehlt hat, kann es ja eigentlich nur besser werden.

Weser Kurier vom  22.05.2016 

Bild: Florian hier im Wasser obere Reihe Bildmitte neben seinen Mitschülern der Sportbetonten Schule Ronzelenstraße

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